Bundesgerichtshof verurteilt Reiseveranstalterin zum Ersatz der Mehrkosten eines in Eigenregie gebuchten Ersatzflugs

04Jul18

Urteil vom 3. Juli 2018 – X ZR 96/17

Die Klägerin buchte bei der beklagten Reiseveranstalterin für sich, ihren Ehemann und ihre zwei Kinder eine Pauschalreise. Der Rückflug war für 20:05 Uhr vorgesehen. Am Abreisetag wurde der Klägerin am Flughafen mitgeteilt, dass sich der Rückflug aufgrund eines technischen Problems auf 22:40 Uhr verschiebt. Als neuer Zielort des Rückflugs wurde Köln angegeben; von dort wurde ein Bustransfer nach Frankfurt angeboten. Die Ankunftsverspätung betrage ca. 6,5 Stunden. Die Klägerin buchte daraufhin in Eigenregie und ohne vorherige Kontaktaufnahme mit der Beklagten bei einer anderen Fluggesellschaft einen Ersatzflug für denselben Abend nach Frankfurt. Die Klägerin begehrt Zahlung der durch den Ersatzflug entstandenen Mehrkosten in Höhe von 1.235 €.

Der Bundesgerichtshof hat die Beklagte zur Zahlung des begehrten Ersatzbetrags verurteilt.

Quelle: Mitteilung der Pressestelle des Bundesgerichtshofs Nr. 111/2018 vom 03.07.2018

Advertisements


%d Bloggern gefällt das: